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Bucht von Kotor ab Kotor: Ablegen unter der Stadtmauer

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Kotor liegt im hintersten Winkel der Bucht, dort, wo das Wasser aufhört und der Berg anfängt. Die Altstadt lehnt sich an den Hang des Lovćen, über ihr klettert die Stadtmauer viereinhalb Kilometer im Zickzack den Fels hinauf, und ganz oben thront die Festung des heiligen Johannes. Seit 1979 steht das Ensemble auf der UNESCO-Welterbeliste — aufgenommen wurde es nach dem Erdbeben, das die Stadt zur Hälfte zerstört hatte.

Wer hier ablegt, hat eines der schönsten Bilder gleich zu Beginn: Das Boot löst sich vom Steg, dreht, und Altstadt und Mauer passen auf ein einziges Foto. Vom Ufer aus gibt es diese Perspektive nicht, dort stehen Sie zu nah davor. Gemietet wird das ganze Boot mit Skipper: Drei Stunden mit Start in Kotor kosten ab 580 € pro Boot, ein ganzer Tag ab 830 €.

Welche Route fährt das Boot ab Kotor?

Die Boote fahren die Bucht gegen den Uhrzeigersinn ab. Zuerst geht es an Dobrota entlang, einem sieben Kilometer langen Kapitänsdorf. Die Häuser zeigen ihre Fassaden zum Wasser, jedes zweite hat einen eigenen Steinanleger. Im 18. Jahrhundert unterhielt Dobrota eine eigene Handelsflotte, und der Wohlstand kam über das Meer, nicht über die Straße.

Es folgen Orahovac und Ljuta, wo ein Flüsschen direkt in die Bucht mündet, und dann Perast: sechzehn Paläste, siebzehn Kirchen, keine einzige Ampel und kein Autoverkehr im historischen Kern. Vor dem Ort liegen die zwei Inseln, deretwegen fast alle Boote hierherkommen. Bei Orahovac und Ljuta liegen außerdem Austern- und Muschelfarmen auf dem Wasser — mehr dazu in Austern und Muscheln aus der Bucht von Kotor.

Die Insel des heiligen Georg ist natürlich entstanden: ein Felsen mit einer Benediktinerabtei aus dem 12. Jahrhundert und dem Friedhof der Kapitäne von Perast unter Zypressen. Betreten ist verboten, die Boote umrunden die Insel.

Gospa od Škrpjela, die „Muttergottes auf dem Riff“, haben Menschen aufgeschüttet. Fünf Jahrhunderte lang warfen heimkehrende Seeleute Steine auf ein Unterwasserriff und versenkten dort ausgediente Schiffe, bis eine Insel daraus wurde. In der Kirche hängen rund zweitausend silberne Tafeln mit Schiffsbildern, jede gestiftet von jemandem, der einen Sturm überlebt hatte. Daneben ein Altartuch, bestickt mit Goldfaden und Menschenhaar: Der Überlieferung nach arbeitete Jacinta Kunić-Mijović fünfundzwanzig Jahre daran, während sie auf ihren Seemann wartete, und stickte ihr eigenes Haar mit ein. Am Anfang ist es dunkel, am Ende grau — das sieht man bis heute.

Der ganze Tag: bis zur Ausfahrt aufs offene Meer

Auf der Tagesroute geht es weiter nach Risan mit römischen Mosaiken aus dem 2. Jahrhundert, dann durch die Meerenge Verige, an der schmalsten Stelle etwas mehr als dreihundert Meter breit, wo früher eine Sperrkette über das Wasser gespannt wurde. Danach kommen Herceg Novi und ganz an der Ausfahrt aufs offene Meer die Festungsinsel Mamula. Das österreichische Fort von 1853 war im Zweiten Weltkrieg ein italienisches Lager, heute ist es ein Hotel — und die Einheimischen sind darüber genau zur Hälfte geteilter Meinung. Wer dort nicht wohnt, darf nicht an Land; Mamula sehen Sie vom Wasser aus.

Lässt der Seegang es zu, fährt das Boot zur Blauen Grotte (Plava špilja). Seit 2026 ist Motorbooten die Einfahrt verboten: Das Boot bleibt am Eingang liegen, in die Grotte kommen Sie mit dem Kajak oder schwimmend vom Boot aus. Das Sonnenlicht fällt durch das Wasser hinein, und die Höhle leuchtet von innen blau. Mehr dazu unter Blaue Grotte.

Was kostet eine Bootstour ab Kotor?

Sie zahlen für das ganze Boot, an Bord ist nur Ihre Gruppe. Die Einstiegspreise in Kotor:

  • ab 580 € — drei Stunden
  • ab 830 € — ganzer Tag
  • ab 315 € pro Stunde — Schnellboot

Die Boote in Kotor nehmen 8 bis 14 Gäste mit. Im Preis stecken in der Regel der Skipper und der Treibstoff für die Route. Extra bezahlen Sie das Mittagessen an Land und Hafengebühren in fremden Marinas. Eigenes Essen und eigene Getränke bringen fast alle mit, das ist völlig üblich.

Pro Kopf gerechnet: Ein Boot für 580 € kostet bei zehn Gästen 58 € pro Person für drei Stunden — etwas mehr als ein Platz auf dem Gruppenschiff durch die Bucht, der ab 53 € kostet. Bei elf Gästen liegen beide gleichauf. Den genauen Betrag für Ihr Datum und Ihre Personenzahl nennt die Firma, der das Boot gehört.

Motorboot, Segelyacht oder Schnellboot?

Der Unterschied ist grundsätzlich, entscheiden Sie bewusst.

Breites Motorboot oder Katamaran: großes Deck, viel Schatten, kaum Krängung. Das passt zu Familien mit Kindern und zu Gruppen, in denen nicht alle seefest sind. Hier geht es um die Aussicht und ein langes Essen an Bord, nicht ums Segeln.

Segelyacht: schmaler und leiser. Sie spüren Krängung und Fahrt, und auf den offenen Abschnitten lohnt es sich, die Segel zu setzen. Die Plicht ist kleiner, dafür sind Sie näher am Wasser.

Schnellboot: wird stundenweise gemietet — wenn es Ihnen wichtiger ist, schnell zu den Inseln und zurück zu kommen, als gemächlich durch die Bucht zu fahren.

Boote mit Preisen und freien Terminen finden Sie auf der Seite Yachtcharter.

Ablauf, Kleidung, Anreise

Abfahrtszeit und Badestopps sprechen Sie bei der Buchung mit der Firma ab. Meist legt man morgens ab und ist je nach Route mittags oder am Abend zurück. Nehmen Sie Reisepass oder Personalausweis aller Gäste mit: Die Firmen verlangen die Dokumente meist, um die Ausfahrt anzumelden. Schuhe mit heller, rutschfester Sohle, oder Sie bleiben barfuß — schwarze Sohlen hinterlassen Streifen an Deck.

Gebadet wird am Ankerplatz, eine Badeleiter hat jedes Boot. Im Juli und August hat das Wasser in der Bucht 25–26 °C. Stellenweise treten am Grund Süßwasserquellen aus, und man schwimmt plötzlich in eine kalte Stelle hinein — das ist normal und keine Strömung.

Zum Parken: Die Altstadt von Kotor ist autofrei, Autos stehen auf kostenpflichtigen Parkplätzen vor der Mauer, und die sind im Sommer schon morgens voll. Die Stunde kostet von 0,90 € auf den entfernteren Plätzen bis 4,80 € direkt an der Altstadtmauer. Wie Parken in Montenegro funktioniert, steht in Parken in Montenegro. Von Budva sind es 22 Kilometer bis Kotor, vom Flughafen Tivat 7 Kilometer — ohne Stau eine halbe Stunde beziehungsweise eine Viertelstunde. Im Juli und August planen Sie an der Küste das Anderthalb- bis Zweifache ein.

Wann ist die beste Zeit?

Die Saison läuft von Mai bis Oktober, die meisten Ausfahrten gibt es von Mitte Mai bis Ende September; im Winter fahren kaum Boote. Juli und August bringen das wärmste Wasser, doch dann legen in Kotor Kreuzfahrtschiffe an, und in der Bucht herrscht Betrieb. Mit einer frühen Abfahrt sind Sie dem größten Andrang voraus. Juni und September sind ruhiger. Im Oktober geht es noch, das Wasser hat dann 20–22 °C, doch das Programm hängt vom Seegang an der Buchtausfahrt ab.

In der Nähe

Dieselben Inseln erreichen Sie auch von Tivat aus, mit Start näher an der Buchtmitte und zu niedrigeren Preisen: Bucht von Kotor ab Tivat. Ab acht Personen lohnt der Vergleich mit dem Katamaran: Sein Deck ist breiter, und er krängt nicht. Weitere Formate finden Sie unter Aktivitäten.


Preise sind Richtwerte „ab“, für das ganze Boot, geprüft im September 2026. Die genaue Summe für Ihr Datum nennt die Firma, der das Boot gehört: Buchung und Zahlung laufen direkt über sie.

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Termine, freie Plätze und Preise kommen aus dem System des Veranstalters. Buchung und Bezahlung laufen direkt über ihn.

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